Alles, was du über Abessinerkatzen wissen solltest

Die Abessinierkatze, oft kurz als “Abessinier” bezeichnet, ist eine der ältesten Katzenrassen der Welt. Bereits 1882 wurde diese Rasse offiziell anerkannt. Die Rasse ist allerdings nicht so weit verbreitet wie andere sehr alte Katzenrassen, wie zum Beispiel Perserkatzen oder Siamkatzen. Dies mag viele unterschiedliche Gründe haben, wahrscheinlich spielt auch die geringe Wurfstärke der Abessinier eine Rolle: Während andere Katzen im Schnitt 5-8 Katzenbabys pro Wurf bekommen sind es bei der Abessinierkatze nur 1-4.

Betrachtet man eine Abessinierkatze, so sticht sofort das auffällige Fell ins Auge: Die einzelnen Haare dieser Katzenrasse sind, jedes einzelne für sich, mehrfach gestreift. In der Fachsprache nennt man diese Zeichnung des einzelnen Haars “ticking”. Dadurch sieht das Fell dieser Katzen zwar einheitlich, aber dennoch mehrfarbig aus. Diese Fellzeichnung wird auch als “Agouti-Effekt” bezeichnet. Die Fellzeichnung der Abessinierkatze lässt sich mit der von Wildkaninchen vergleichen. Die typische Zeichnung der Abessinier ist bei Katzenbabys erst ab der sechsten Lebenswoche langsam zu erkennen. Davor hat das Fell den Agouti Effekt noch nicht.

Die Statur der Abessinierkatze ist sehr hochbeinig und muskulös. Manchmal wird diese Katze auf Grund ihres Aussehens auch als Miniatur-Puma bezeichnet.

Vom Wesen her sind Abessinier äußerst neugierig und gesellig. Es wird daher oft empfohlen, diese Tiere nicht als Einzelkatzen zu halten, sondern immer mindestens zu zweit. Vor allem junge Tiere, haben einen sehr großen Bewegungsdrang. Aber auch ältere, gestandene Abessinierkatzen brauchen noch viel Platz zum Toben. Daher sollten Abessinier nicht auf engem Raum gehalten werden.

Abessinierkatzen gelten als sehr stressresistente Katzen und lassen sich auf Grund ihrer Unkompliziertheit und ihrem allgemein stark ausgeprägtem positiven Interesse an Neuem auch gut mit Hunden in einem Haushalt halten.

Zuchttiere sollten regelmäßig auf progressive Retina-Atrophie (PRA) untersucht werden, da diese Krankheit bei Abessiniern leider gehäuft vorkommt. PRA ist eine unheilbare Augenerkrankung, die zur Erblindung führt. Gezielte Untersuchungen und intensive Bemühungen der Züchter, belastete Tiere aus der Zucht fernzuhalten, haben in den letzten Jahren zu einem deutlichen Rückgang der PRA-Fälle geführt.