Die Bedeutung von Katzen in der Religion

Katzen spielen in vielen unterschiedlichen Religionen dieser Welt eine Rolle:

Im alten Ägypten galten Katzen als die Beschützer der Kornkammern und wurden verehrt. Bastet, die Katzengöttin, war die Göttin der Liebe und der Fortpflanzung. Auch eine Sphinx, wie sie häufig als Wächterfigur vor Tempeleingängen oder Grabstätten zu finden war, ist ein Mischwesen aus Löwe und Mensch.

Im Mittelalter dagegen war die Rolle der Katze negativ besetzt. Sie galt als unchristlich und dämonisch, wohl auch weil sie in der nordischen Mythologie der Heiden eine große Rolle spielte. Die Eigenschaften der Katze wurden mit Sündhaftigkeit assoziiert: So stand zum Beispiel das lange Schlafen für Faulheit, der hohe Geräuschpegel vor und während der Paarung wurde mit Wolllust verbunden.

Im heutigen modernen Christentum spielen Katzen jedoch kaum noch eine Rolle mehr.

Im Islam wiederum wird die Katze positiv gesehen. Es gibt zum Beispiel eine Geschichte über den Propheten Mohammed, der es nicht übers Herz bringt, eine Katze zu wecken, die auf seinem Arm schläft. Als es Zeit wird, zum Gebet zu gehen, schneidet er sich letztendlich den Ärmel ab auf dem die Katze liegt, damit diese ungestört weiterschlafen kann.

Tiere gelten im Islam als mit Würde und Respekt zu behandelnde Wesen, die als Teil der Gemeinschaft betrachtet werden sollen.

In Japan stellen sich viele Geschäftsleute Figuren von winkenden Katzen auf. Diese kleinen Statuen gelten als Glücksbringer und sollen ihren Besitzern zu Wohlstand und Reichtum verhelfen.

Im Buddhismus gelten alle Lebewesen als achtenswert, niemandem soll unnötig Leid und Schmerz zugefügt werden. Da die Buddhisten an die Wiedergeburt glauben, ist es auch möglich, als Katze wiedergeboren zu werden. In jeder Katze könnte daher die Seele eines verstorbenen Menschen zu Hause sein, weswegen man sie mit Respekt behandeln sollte. Das höchste Ziel aller Buddhisten, die Erlöschung der Seele im Nirwana, kann jedoch nur in der Gestalt als Mensch erreicht werden, Katzen müssen also zuerst als Mensch wiedergeboren werden, bevor sie laut buddhistischer Lehre erlöst werden können.