Eine Katze aus dem alten Ägypten? Die Sphynx-Katze

Auch wenn es der Name vermuten lässt: Die Sphynx-Katze stammt nicht etwa aus Ägypten, sondern ist eine kanadische Katzenrasse. Ihren Namen verdankt sie ihrem Aussehen. Die mittelgroße Katze wirkt auf den ersten Blick haarlos, wenn man genauer hinschaut stellt man jedoch fest, dass auf dem Körper der Sphynx-Katze ein leichter Haarflaum wächst. Diese Haare können aber längst nicht die Schutzfunktion erfüllen, die das Fell bei anderen Katzen normalerweise hat: Die Sphynx-Katze gibt deutlich mehr Wärme an ihre Umgebung ab. Dies hat zur Folge, dass sie mehr Energie benötigt, um ihre Körpertemperatur zu halten. Sphynx-Katzen haben einen höheren Grundumsatz und benötigen daher mehr und energiereicheres Futter als ihre behaarten Artgenossen.

Sphynx-Katzen sind sehr intelligent und deutlich menschenbezogener, als es bei den meisten anderen Katzen üblich ist. Auch das macht diese Rasse bei ihren Fans so beliebt. Die Sphynx-Katzen gelten als lebhafte Katzen und sind sehr muskulös. Da sie wegen ihrer Haarlosigkeit in der Regel nicht gut als Freigänger gehalten werden können, sollte man ihnen drinnen ausreichend Platz bieten, ihren teilweise großen Bewegungsdrang auszuleben. Sie sind nicht so eigenständig wie andere Katzen, Sphynx-Katzen haben ihre Menschen gerne um sich. Daher sollte man sich für diese Tiere mehr Zeit nehmen, als es für normale Hauskatzen, die auch gerne mal eine Weile ihre Ruhe vor ihren Menschen haben, üblich ist.

Qualzucht?

Auch unter Katzenfreunden ist umstritten, ob es sich bei der Sphynx-Katze um eine sogenannte “Qualzucht” handelt. Als solche gelten Tiere dann, wenn die Zuchtmerkmale zur Einschränkung ihrer Lebensqualität führen. Da den Sphynx-Katzen das Fell mehr oder weniger fehlt, was ja durchaus eine wichtige Funktion hat. Sphynx-Katzen können zum Beispiel nicht einfach so in die Sonne, sie würden schnell einen Sonnenbrand bekommen.

Rechtlich gelten Sphynxkatzen in Deutschland dann als Qualzucht, wenn ihnen nicht nur das Fell, sondern auch die Tasthaare fehlen, da diese als wichtiges Sinnesorgan gelten. Mit solchen Tieren darf in Deutschland nicht gezüchtet werden.