Katzenkämpfe

Draußen

Grade zur Paarungszeit hört man abends häufig Kater draußen kämpfen. Das schauerliche Geschrei lässt sich beim ersten Hinhören oftmals gar nicht als “Katzenjammer” identifizieren. Oft kommen die Katzen nach einem Kampf etwas lädiert nach Hause. Ob das Sprichwort “sich die Wunden lecken” sich auf eine Katze nach einer Auseinandersetzung mit einem Konkurrenten bezieht ist nicht genau bekannt. Unwahrscheinlich ist das jedenfalls nicht.

Ernsthaft Verletzungen beim Kampf mit Artgenossen sind selten. Die Krallen werden zwar benutzt, aber nicht auf die gleiche Art und Weise wie beim Beutefangen. Viele Elemente des Kampfes laufen ritualisiert ab.

Freigänger sollten ohnehin kastriert werden, um unkontrollierte Fortpflanzung zu verhindern, aber auch so manch kastrierter Kater kämpft gerne. Wirklich abgewöhnen kann man den Katern das Kämpfen leider nicht. Auch ein Einmischen in Form von Wassereimern oder ähnlichen Dingen ist in der Regel nicht nötig. Anders sieht es dagegen aus, wenn der eigene, unsichere Kater von anderen Katern aus der Nachbarschaft regelrecht terrorisiert wird. Hier kann man Kloppereien zumindest im eigenen Garten mit dem Wassereimer oder Gartenschlauch verhindern. So kann sich die Katze wenigstens im heimischen Garten wieder sicher fühlen. Außerdem sollte sie jederzeit die Möglichkeit haben, ins Haus zu flüchten, zum Beispiel durch eine Katzenklappe.

Drinnen

Wenn eine zweite Katze neu in die Familie kommt, reagiert die erste anfangs oft ablehnend. Grade bei zwei Katern kann es auch zu Kämpfen kommen. Dies ist normales Verhalten und noch kein Grund, eine der beiden Katze wieder abzugeben. Der erste Kater macht dem Neuling lediglich klar, “wer hier der Herr im Haus ist”. Sein Verhalten normalisiert sich meistens nach einiger Zeit wieder. Wichtig ist, dass man sich nach Möglichkeit nicht einmischt. Die beiden Kater haben etwas zu klären und das sollten sie tun. Hindert man sie daran, macht man das Problem damit meistens deutlich schlimmer. Erst wenn sich die Situation gar nicht normalisiert und mindestens eines der Tiere unglücklich zu sein scheint, muss man sich schweren Herzens dafür entscheiden, sich von einem zu trennen.

Kämpfe unter weiblichen Katzen sind seltener, sie regeln ihre Probleme mehr auf der psychischen Ebene. Kämpfen sie, wird es dafür deutlich schneller ernst und gefährlich.