Verschiedene Katzenrassen

Beim internationalen Katzenzuchtverband FIFe sind über 50 verschiedene Katzenrassen anerkannt. Dazu kommen noch einmal mindestens eben so viele nicht offiziell anerkannte Rassen, die aber dennoch gezielt gezüchtet werden. Vor allem die amerikanischen Züchter versuchen durch gezielte Kreuzungen vorhandener Rassen immer wieder sehr ambitioniert, neue Katzenrassen zu kreieren. Bis eine Rasse aber offiziell anerkannt wird, muss sie einige Bedingungen erfüllen. So muss zum Beispiel belegt werden, dass die im sogenannten Rassestandard aufgeführten erwünschten Merkmale der neuen Katzenrasse über mehrere Generationen hinweg zuverlässig auftreten.

Einige Rassen, wie zum Beispiel die Siamkatze oder die Angorakatze entstanden bereits vor sehr langer Zeit. Die Angorakatze gilt als die erste Katzenrasse, die durch geplante Zucht entstanden ist.

Der größte Teil der anderen Katzenrassen ist jedoch deutlich jüngeren Ursprungs: So richtig in Schwung kam die Katzenzucht erst zum späten Anfang des 20. Jahrhunderts. Ab dieser Zeit wurde weltweit, vor allem aber in England und Amerika, vermehrt gezielt gezüchtet und Katzenausstellungen erfreuten sich zunehmender Beliebtheit. Die Züchter der verschiedenen Rassen organisierten sich nun in Zuchtverbänden, wodurch effektiver unter den Züchtern zusammen gearbeitet werden konnte und Erfahrungen miteinander geteilt werden konnten.

Die Zuchtverbände unterteilen die einzelnen Katzenrassen in Kurzhaar-, Halblanghaar- und Langhaarrassen.

Der größte Teil der heute existierenden Katzenrassen stammt ausschließlich von den Hauskatzen ab, es gibt aber auch Rassen, wie zum Beispiel Savannah oder die Bengalen, bei denen kleinere wilde Katzenarten eingekreuzt wurden.

Entscheidet man sich für den Kauf einer Rassekatze, so muss man, je nach Rasse, mit einem Kaufbetrag von knappen 1.000 Euro rechnen. Dafür bekommt man eine Katze, deren Aussehen und Charakter deutlich präziser vorhergesagt werden kann, als dies bei nicht reinrassigen Tiere der Fall ist. Dennoch bleibt jede Katze ein einzigartiges Individuum mit ganz eigener Persönlichkeit. Bei der Wahl des richtigen Züchters sollte man unbedingt darauf achten, dass für diesen das Wohl und die Gesundheit seiner Tiere an erster Stelle steht und nicht das Geld. Ein guter Züchter stellt potentiellen Käufern viele Fragen und verkauft nicht an jedermann, sondern nur an Leute, bei denen er davon ausgeht, dass “seine” Katzen dort gut aufgehoben sind.